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Das Pebbles-Wiki

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Thursday, 03. July 2008

Private Bittorrent-Netzwerke

Ich hatte das Problem eine von mir erstellte Linux-VM einigen Freunden zu übertragen und fand eine interessante Lösung: verschlüsselte, private Gruppen und einen privaten Tracker.

Das Problem

Die VM war gepackt etwa vier Gigabytes groß. Diese Datei läßt sich mittels normaler Downloadverfahren (auf den meisten Windowskisten) nicht problemlos übertragen. Denn alle Partner haben einen DSL-Anschluss und damit ein Reconnect nach 24 Stunden. Und da gewisse Probleme bei den Leuten bestehen, abgebrochene Übertragungen wieder fortzusetzen, war das ein Problem - die besagte Datei würde etwa 2-3 Übertragungstage brauchen und damit etlichen Verbindungsabbrüchen ausgesetzt. Das Übertragen der Datei an mehrere würde sich dann mit der Anzahl multiplizieren.

Die Datei sollte auch nicht der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, sondern nur einem begrenzten Kreis.

Erste Versuche

Überlegungen, die Datei auf Public Hoster zu laden oder auf eigenen Webservern als Dateien anzubieten erwiesen sich des Umfanges wegen als schwierig oder unbrauchbar. Das eine war die Dateigröße, das andere die Zugriffsbeschränkung auf einen kleinen Kreis.

Lösung: Hamachi

Die erste Lösung bestand in der Erzeugung eines Hamachi-Netzwerkes. Hamachi ist ein sogenanntes VPN-on-the-fly. Die Google-Suche trifft sofort auf das kleine Softwarepaket, die Installation auf Windows braucht nichtmal 3 Minuten Zeit und ist so einfach, dass man sie einem kompletten Laien sogar über Telefon erklären kann.

Auf Linux Hamachi als Systemdienst einzurichten ist etwas schwieriger, aber ich gehe hier nicht darauf ein, sondern verweise auf die diversen (guten) Anleitungen dazu, die man im Netz findet. Mit GHamachi hat man auf Linux sogar eine GUI für das Netzwerk verfügbar.

Als nächsten Schritt richtet man sich eine Gruppe ein, die einen für den Zweck sinnvollen Namen trägt. Beispielsweise: "VM Verteilergruppe" und gibt der Gruppe ein Passwort mit. Wer auf Nummer Sicher gehen will und selbst zu wenig Phantasie für Passworte hat, erzeugt sich mit pwgen Zufallspassworte und sucht davon eins aus. Merken!

Die anderen installieren Hamachi und loggen sich ebenfalls ins Netzwerk ein.

Bittorrent-Tracker

Bei Linux ist ein Systemdienst vorhanden, der einen Tracker anbietet. Auf Gentoo findet man die Konfiguration dazu auf /etc/conf.d/bittorrent-tracker. Außer dem Pfad für die Trackerdatei anlegen ist da nicht viel zu tun, außer den Systemdienst zu starten. Das ist recht billig mit "rc-update add bittorrent-tracker default" auf Gentoo. Danach steht auf Port 8082 der Tracker zur Verfügung. Soweit recht billig.

Erzeugen eines Torrent-Files

Mit KTorrent ist es recht einfach. Man wählt "neues Torrent erzeugen", wählt die Datei und trägt als Tracker die eigene Hamachi-IP ein. Das sieht in der Praxis so aus: >>http://5.XX.XX.XX:8082/announce

Firewalleinstellungen

Es sind in der Regel keine Manipulationen am Router nötig, keine Einträge bei Dyndns-Diensten oder dergleichen. Hauptsache Hamachi bekommt überhaupt Zugriff aufs Internet.

Die Personal—Firewall für das Hamachi-Netzwerk muss auf Port 8082 offen sein und auf den Ports für KTorrent oder einen ähnlichen Tracker ebenso (Voreingestellt 6881 TCP, 4444 UDP, aber das ist wie üblich bei Betrieb eines Torrent-Clients). Bei Linux möchte ich auf die Firewalleinstellungen nicht eingehen, dazu gibt es genügend Anleitungen im Netz. Auf Windows ist Hamachi von den meisten Firewalls, wie etwa der Windows oder ZoneAlarm, auf "Internetzone" gestellt und beantwortet keine Pings und keine Anfragen auf das lokale Netz-Dateisystem wie Freigaben oder Drucker. Die Sicherheitseinstellung stellt man entweder pauschal auf "Sichere Zone", was einem Betrieb im LAN entspricht oder schaltet händisch die Dienste frei, die man braucht, siehe oben genannte Portnummern.

Wenn der Ping funktioniert ist soweit eigentlich alles in Ordnung.

Übertragen des .torrent

Nach dem Erzeugen der *.torrent-Datei aus obigem Abschnitt braucht man diese nur noch seinen Partnern zu übertragen. Das macht man über ein Verzeichnis in einem Webserver, über E-Mail oder besonders bequem über eine Dateifreigabe im Windows-Netzwerk. Sobald die .torrent-Datei geladen wurde, beginnt der Download schon und die Verteilung im Subnetz.

Das wars schon.

Interessante Nebeneffekte

Diese Methode hat einige interessante Nebeneffekte. Erstens einmal ist sämtliche Kommunikation der Beteiligten komplett verschlüsselt, also privat. Und damit abhörsicher, die übertragenen Programmpakete bleiben innerhalb der ausgewählten Benutzergruppe. Das hat außerdem zur Folge, dass kein Provider der Welt auf die Idee kommen kann, diese Übertragung in irgendeiner Weise zu drosseln oder wissen zu können, was in dem VPN eigentlich passiert. Daher braucht man die Torrent-Ports nicht zwangsweise zu verlegen um Drosselungen entgegen zuwirken (falls man sowas erlebt empfehle ich sowieso einen Providerwechsel).

Zudem kommt hinzu, dass die eigene IP keinem der Teilnehmer bekannt ist, sondern nur die virtuelle Hamachi-IP. Das erzeugt zusätzliche Privatsphäre. Es müsste Methoden geben, die echten IPs der Partner herauszufinden, diese sind aber keineswegs trivial. Eine IP-Verschleierung wie durch Freenet oder Tor-Netzwerke ist durch die Methode keinesfalls zu ersetzen. Aber andererseits ist das Netzwerk äußerst leistungsfähig und schnell.

Über VNC lassen sich jetzt sehr einfach auf Fernwartungsdienste einrichten oder LAN-Games spielen, ganz nach Bedarf zusätzlicher Anwendungen. Die Firewalls müssen entsprechend angepasst werden und die Dienste müssen natürlich zusätzlich installiert werden. Das ist natürlich etwas Mehraufwand, aber kann sehr nützlich sein.

Verbindungsabbrüche

Bei Verbindungsabbrüchen oder zeitweisem Ausscheiden der Partner im Netz meldet dies Hamachi und Bittorrent setzt aber automatisch den Datentransfer fort, sobald die Partner wieder verfügbar sind.

Natürlich ließe sich diese Technologie auch für vielerlei andere Dinge einsetzen, natürlich auch für illegale Aktivitäten. Ich schätze, dass diese Art von Nutzung die Zukunft für Filesharing darstellt, wenn die gnadenlose Verfolgungen von mittellosen, minderjährigen "Straftätern" (Raubkopierer? Raub war doch bewaffnet? Lizenzrechtverstoßer wäre der korrekte Ausdruck, schätze ich) durch hochbezahlte Lizenzrechts-Anwälte und Lizenzvertretungs-Multimilliardendollarkonzerne weiterhin zunimmt. Und damit werden Nutzer solcherlei Verfahren jenen, die versuchen das Filesharing zu unterbinden wieder einen großen Sprung voraus sein.

Rechtliche Fragen

Wobei ich die illegale Nutzung natürlich nicht empfehlen möchte und als gewissenhafter Staatsbürger mit ehrlicher Entrüstung solcher Entwicklung mit aller Kraft entgegentrete und deshalb rate: kopiert keine lizenzgeschützte Software, Daten, Filme oder Musik. Wählt statt dessen gemeinfreie Werke, benutzt Linux und nutzt diese Technologie für die selben Zwecke, die ich oben beschrieben habe. Also das Verteilen von eignen Werken an Freunde oder für das Anbieten geschützter Dienstleistungen an Kunden.

Kultur, auf die man nicht referenzieren darf, die man nicht weiternutzen darf, ist keine Kultur. Daher lehne ich es grundsätzlich ab. Aber da jeder beim Kauf von Medien für das Recht Privatkopien anzulegen extra bezahlt (ob er will oder nicht) empfehle ich unbedingt auch von diesem Recht Gebrauch zu machen. Ich weiss nicht, ob die oben genannte Nutzung in einem begrenzten Kreis nun legal oder illegal ist, vermute jedoch, dass es sich innerhalb des Freundeskreises tatsächlich um eine legale Nutzung handelt.

Aber da sollte man mal jemanden fragen, der sich damit auskennt. Ich zumindest nutze es aus anderen Zwängen, aber mir sind natürlich die weiteren Möglichkeiten klar, weshalb ich sie hier angesprochen haben möchte. PermaLink

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Sunday, 29. June 2008

Spionagelücke im Internet Explorer

Vorsicht! Der Internet Explorer ist durchgehend durch alle Versionen von einer schlimmen Sicherheitslücke betroffen. Surfen mit dem Explorer bedeutet, dass alle Eingaben von einer beliebigen Internet-Seite aus ausspioniert werden können. Wo sie waren, wo sie hingehen, was sie tippen - inklusive Passwörter.

Deshalb wird geraten, auf den >>Firefox oder andere alternative Browser umzusteigen.

Siehe auch: >>Geister bedrohen Internet-Explorer-Anwender

In der Regel informiere ich hier nicht über Sicherheitslücken in Programmen, diese hier ist aber so schlimm, dass es sein muss. PermaLink

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Thursday, 17. April 2008

Jathene: Monogramm Chiffrierungen

Die Monogram-Chiffrierungen von Jathene sind nun soweit erstmal zum Abschluss gekommen. Wegen etlicher Arbeit bin ich nicht ganz so schnell vorangekommen wie die letzten zwei Wochen, aber Jathene hat nun bereits einiges an Modulen zu bieten.

Zeichenaufbereitung (reader)

  • Case kann Groß- und Kleinbuchstaben wandeln, Umlaute eingeschlossen
  • Simplify beherrscht Alphabetvereinfachungen, wie etwa Umlaute zu Bigramm-Wandlung /Ä/ nach /AE/, /CH/-Wandlung nach /Q/, Fernschreibalphabet mit dem Sonderfall ß nach /sz/ und Zeichenreduzierung bis hinunter auf das mittelalterliche, römische 20-Zeichenalphabet.
  • Regex filtert den Eingabestrom nach einem regulären Ausdruck [A-Z] ließe beispielsweise nur Großbuchstaben hindurch

Formatierte Ausgabe (writer)

  • Block formatiert die Ausgabe in X-Zeichen langen Blöcken zu Y Blöcken pro Zeile
  • Case arbeitet wie oben, bezieht sich jedoch nur auf die Ausgabe

Chiffrierungen (reader)

  • Vigenere ver- und entschlüsselt auf alle diesem Verfahren ähnliche Weise, beinhaltet natürlich die Cäsar-Chiffrierung, Beaufort, Autokey, feste Addition, schrittweise Addition nach Position im Text und Kombinationen dieser Verfahren, arbeitet mit Groß- und Kleinschrift.
  • Mono arbeitet wie Vigenère, ist aber nicht mehr auf ein klassisch festes Alphabet von A-Z beschränkt. So läßt sich problemlos der Poe'sche Goldbug-Code umsetzen und jedes Unicode-Zeichen für Klartext, Chiffriertext oder Passworttext verwenden, das einem beliebt. Die grundsätzliche Idee der Zeichenordnung wird durch die Definition des Klartextalphabetes bestimmt, nicht etwa ihrer Unicode-Codierung nach. Damit sind alle klassischen monographischen Verfahren umsetzbar.
  • GGWheel setzt die GirlGenius Chiffrierrad Chiffrierung um und ist nun als Spezialfall von Mono zu verstehen. Vor allem um die Möglichkeiten erweitert, die Chiffrierung innerhalb des Textes durch Kommandos zu verändern.

Statistik (reader)

  • Stat beherrscht bislang Mono-, Bi- und Trigrammhäufigkeiten, Abstandsquadrat-Messungen zu englischen und deutschen Referenzhäufigkeitstabellen, Chi, Psi, Phi, sowie allgemein übliche klassifizerte Zeichenhäufigkeiten wie Buchstaben, Ziffern, Worte, Zeilen und dergleichen.

Kodebrecher (reader)

  • BreakGGWheel ist bislang der einzige vollautomatische Kodebrecher und bricht oben genannte GGWheel-Chiffrierung innerhalb von wenigen Sekunden.
Als neueste Funktion ist in den meisten Modulen inzwischen eine Info-Funktion verfügbar, die wie alle Parameter einfach über die Kommandozeile als Option dem Modul mitgeteilt wird, worauf dieses sich selbst erklärt.

Als Beispiel der >>Goldbug (>>"Der Goldkäfer") Chiffre (1843) von >>Edgar Allan Poe mit jathene mit dem Mono-Modul aus dem Klartext erzeugt und in 5er-Blöcken formatiert, Zeichenvorrat laut Bauer (Amazon.com), siehe >>15.10.1:

53‡‡† 305)) 6*;48 26)4‡ .)4‡)
;806* ;48†8 ¶60)) 85;1‡ (;:‡*
8†83( 88)5* †;46( ;88*9 6*?;8
)*‡(; 485); 5*†2: *‡(;4 956*2
(5*-4 )8¶8* ;4069 285); )6†8)
4‡‡;1 (‡9;4 8081; 8:8‡1 ;48†8
5;4)4 85†52 8806* 81(‡9 ;48;(
88;4( ‡?34; 48)4‡ ;161; :188;
‡?;

Der Chiffre ist selbst für die damalige Zeit nicht besonders schwierig, Poe war auch kein Freund polyalphabetischer Chiffren, sondern wie viele Hobby-Kryptologen seiner Zeit ein ausgesprochener "homme de lettres", also ein Mann der Zeichen (oder Mann der Briefe), wie man sehr schön sehen kann. Übrigens sieht man hier auch, warum ich mich gleich zu Beginn des Projektes für Java entschieden habe: in C etwa wäre die Verarbeitung der Unicodezeichen alles andere als trivial gewesen. Die Zeichenwandlung von Mono von und in jedes denkbare Alphabet oder in jede Art von bekanntem Zeichen ist schön zu sehen. Dabei ist der Goldkäfer nicht einmal ein besonders ausgefallener. Interessant wird es bei Chiffrierungen ins Chinesische, Arabische oder in irgendwelche anderen asiatischen, indianischen oder gar mathematischen und technischen Schriften.

Mit dem Unicode erfährt die klassische Kryptographie meiner Meinung nach eine nie dagewesene Renaissance - die Kryptographie und Steganographie kommen wieder zusammen. Genauso wie viele längst vergessene Chiffren nun wieder praktikabel und umsetzbar geworden sind. Der Unicode führt das Symbol wieder in die Verarbeitung von Text ein. Das Symbol, das für die Menschheit seit Ewigkeiten Sprache und Schrift repräsentiert hat, war in den letzten 100 Jahren nach und nach durch die bloße Zahl ersetzt worden. Und die Computer reduzierten sich im Rahmen der Kryptologie zu Zahlenfressern, statt sich nach Turings Traum zu Symbolmanipulatoren zu entwickeln.

Übrigens, wenn wir schon bei Zahlen sind, wer etwas Spaß mit echten Chiffren haben will, kann sich ja einmal mit dem >>Conet-Projekt auseinandersetzen. Den US-Amerikanern auf ihrer Insel weitgehend unbekannt, aber hier in Europa weiss jedes Kind, dass überall auf den Kurzwellenbereichen Spionagesender ihre Chiffren senden. Die vier CD lassen sich >>von irdial.hyperreal.org >>herunterladen, ebenso wie >>das fast hundertseitige Booklet.

Oder zum Beispiel wäre da noch >>Kryptos, die seit 18 Jahren unentschlüsselte Skulptur im Hof des CIA Hauptquartiers in Langley. Aber da kommen wir noch zu…

Hanno PermaLink

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Friday, 04. April 2008

Jathene: GirlGenius Codewheel gebrochen

Das seit lange geplante Kryptographieprojekt Jathene ist nicht nur wie angekündigt gestartet, sondern hat seinen ersten Durchbruch vorzuweisen: der >>Chiffrierscheiben-Code vom >>GirlGenius Comic ist gebrochen.

ggcodewheel_640

Während das oben gezeigte >>Windows-Programm für die Verschlüsselung des Textes bei mir fast 10 Minuten auf dem Eee-PC braucht (allerdings mit eingeschalteter Animation), bricht Jathene den oben gezeigten Chiffriertext ohne Wissen des Schlüssels in wenigen Sekunden.

Codesnip: Breaking GirlGenius Codewheel

662> time echo "%BQQ5, CX5%, MXG G$O%2I6 3UH770 *^4U 7P4OQG1O 
@^GVK +N A8VJOB BV7ELB&V. CIX9H 04%1M *W RM+MN B41 14+M5@X 
4R7#IB4&@0 B^4 @GC+M# 9%TAXWVX%F&X, WCWK *0@6E4TG+Q$^4 4+D6LP 
WI+15BDE&0S& B9$@OF& &X^LEQTW 9V4^#1LBM3#OL61 *D5#36E^B D&S^G 
MJX$ 7INS. D3M X$B'M MJX$ VZ1&%WR17 @AA45^W?" | 
java -jar dist/lib/jathene.jar --reader=BreakGGWheel
<A9B*#> SORRY, GUYS, BUT TS REALLY CUTE LITTLE TOY IS BROKEN 
NOW. OF CAUSE IT NEVER WAS SAVE ANYWAY BUT NOW EVERYBODY, EVEN 
WITHOUT THE SLIGHTEST [...]

real 0m3.708s user 0m3.720s sys 0m0.040s

Anmerkung: kleinere Chiffrierfehler kommen dadurch, dass die Shell bestimmte Zeichen als Eingabe schluckt. Die Shell-Eingabefehler kann man korrigieren, kann es aber auch lassen. Das entscheidende ist der korrekt gefundene Einstellungscode.

Selbstverständlich ist die Zeit 3 Sekunden viel zu lang dafür, aber ich arbeite daran. Jathene kann natürlich noch viel mehr als das, die Süße lernt jetzt täglich neue Tricks dazu. Bin gespannt, wo sie in einem Monat sein wird. Man kann sie sogar mit eigenen Modulen erweitern, wenn diese von der Klasse Reader sind und als Constructor(Reader in, String parameter) besitzen, und sich im Paket reader befinden.

Die Version wird erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand veröffentlicht, falls irgendwer da draußen das GirlGenius Wheel für irgend etwas wichtiges benutzt, gebe ich etwas Vorlauf.

Jathene ist jetzt bei 17kByte komprimiertes Jar-Archiv. Das oben gezeigte Codewheel läuft übrigens unter Wine auf dem Eee-PC ganz hervorragend.

Wikipedia: Was ist eine >>Chiffrierscheibe?

Hanno PermaLink

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Monday, 24. March 2008

Kleiner ist feiner: Eee-PC

Vor drei Tagen schlug bei mir ein kleines Paket auf, Inhalt: ein >>Eee-PC. Ich habe den Karton vor mich hingelegt und die Stoppuhr geschaltet; von Öffnen bis zum erfolgreichen Surfen auf eine google-Seite vergingen 5 Minuten 32 Sekunden. Allerdings habe ich mein Wlan-Passwort zweimal verkehrt eingetippt, der ganze Prozess geht sicherlich auch schneller.

Preis bei Karstadt: 273,- Euro

Das Gerät ist auf Xandros Linux vorinstalliert, welches eine speziell auf den Eee-PC angepasste Debian-Variante ist. Man findet darauf nicht nur alles vom Surfen bis zur Arbeit, sondern natürlich auch das Neo-Tastaturlayout vorinstalliert. Allerdings nur die Version 1.1.

Mehr dazu in einer neuen Ecke für den Eee-PC, hier noch ein kleines Bild des Schmuckstücks.

eee-PC PermaLink

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Wednesday, 19. March 2008

Steampunk für Linux

Ich habe in der Computerecke einfach mal eine Steampunk-Abteilung aufgemacht. Da kann jeder der will eine eigene Konfiguration zum Thema „mein Computer läuft mit Volldampf“ hochladen. Meine eigenen, bescheidenen Versuche in diese Richtung werde ich dort ebenfalls hochladen. Hier mal ein Vorgeschmack.

Vorhanden ist bisher eine in angelaufenem Messing geätzte Weltkarte und eine Messing, Kupfer und Holzfarbene Palette, die mit dem Stil Keramik am besten wirkt. Was fehlt ist ein vernünftiger Iconsatz und natürlich die Maussymbole. Toll wäre ein kleines Programm, das Dampfschwaden auf dem Bildschirm abläßt, das sollte als Grafikeffekt möglich sein und passende Bildschirmschoner. Vorschläge?

steampunk steam-window

Hanno PermaLink

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Friday, 14. March 2008

Steampunk Computer

Ich habe auf >>dieser Seite heute einige großartige Steampunk Projekte gefunden. Als Appetitanreger verlinke ich mal ein Bild dazu, das mehr sagt als tausend Worte. Zum Thema Tastatur muss ich nichts sagen, oder?

Hanno

PermaLink

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Wednesday, 05. March 2008

Der Tod eines Helden

>>Gary Gygax, der Erfinder der Fantasy-Rollenspiele und Gründer von D&D ist tot, wie >>der Spiegel heute berichtet. Die Helden sterben immer zu früh. Gygax war ein Vorbild und im wahrsten Sinne des Wortes ein Kulturbringer. Er hat für Millionen von Menschen die verlorene, alte Erzählkunst wieder lebendig werden lassen. Jeder, der einmal in seinem Leben ein gutes Abenteuerspiel gespielt hat, ein gutes Computerspiel oder eins der vielen Bücher, die von seiner Idee inspiriert wurden, gelesen hat, wird ihn vermissen.

Doch deine Spiele werden weiterleben, Gary. Ich denke, ein Mensch kann schlechteres mit seinem Leben anfangen, als Millionen Menschen für fantasievolles Spiel, Literatur und das Miteinander zu begeistern.

Wir werden dich vermissen.

Hanno

PermaLink

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Thursday, 28. February 2008

Die Matrix hat dich!

Die Virtualisierung von Rechnern ist mit VMware ja schon in aller Munde. Aber die wenigsten wissen, dass es das selbe auch frei gibt. >>VirtualBox heißt die Software und da habe ich mir doch gleich mal ein kleines SuSE 10.3 virtualisiert.

OpenSuSE_VirtualBox_small

Das Programm gibt es für Linux, Windows, Mac und ist damit eine prima Alternative für Leute, die sich das sehr schöne, aber leider teure >>VMware nicht leisten können oder wollen.

Die Performance läßt nichts zu wünschen übrig und als nettes Feature kann die VirtualBox auch die Fenster ihrer virtualisierten Systeme direkt auf dem Hostsystem öffenen. Es sieht schon seltsam aus, wenn das Windows-Updatefenster sich plötzlich auf deiner Gentoo-Oberfläche öffnet.

Installiert können im Prinzip alle Systeme, die auf dem Hostsystem auch laufen würden. Allerdings habe ich mit einem Open-XChange, basierend auf einem Dapper Drake Ubuntu einige Schwierigkeiten. Das hängt aber wahrscheinlich mehr mit dem speziellen Ubuntu zusammen als mit der VirtualBox. Die Version läuft jedoch auf VMware einwandfrei. Allerdings habe ich dort zu einer fertig eingerichteten Version gegriffen.

Hanno PermaLink

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Wednesday, 20. February 2008

Foltert den Humanismus in den Mob

In einem heutigen >>Telepolis-Artikel steht, dass die US-amerikanischen Abgeordneten gerade so mit knapper Mehrheit der CIA das Foltern untersagt haben.

Die Würde des des Menschen ist unantastbar. Oder wie war das?

Warum wird mir so kotzspeiübel, wenn ich sowas wie oben lesen muss? Weil ich vielleicht nicht verstehen kann, wie eine einzige Gegenstimme zustande kommt? Dass ich als Volk mein Misstrauen diesen Abgeordneten aussprechen würde und sofortige Neuwahlen fordern? Weil ich in so einem Land nicht leben wollen würde? Dass ich nichtmal eine Zwischenlandung in so einem Land riskieren würde?

Mir stößt sowas wirklich sauer auf und daher kann ich nicht einfach still sitzen bleiben und freundlich die Schnauze halten. Wo bleiben eigentlich die Proteststürme gegen solche Nachrichten? Ich kann es noch ertragen, dass es irgendwo auf der Welt nicht klappt mit den Menschenrechten. Ich denke die Menschenrechte gelten für alle Menschen, aber sehe natürlich dass sie rein praktisch nicht überall zu garantieren sind und wahrscheinlich auch nie sein werden. Aber in US-Amerika, in Europa, in der westlichen Welt? Da sollte man etwas tun können, das ist doch eigentlich die freie Welt, die den Menschen gehört? Da sollte es nicht an Grundlagen für den Humanismus fehlen. Ja, haben die denn alle Bootslack getrunken? Todesstrafe, Folter, was kommt als nächstes? Ja, was kann da überhaupt noch kommen, wie eiskalt, berechnet, menschenverachtend und wider allem was die größten Geister der Menschheit über Jahrhunderte aufgebaut haben - den Humanismus - kann es denn noch werden?

Ich frage mich nicht, warum es solche Art Menschen gibt. Es gab schon immer Menschen, die sich über das Menschenrecht hinweggesetzt haben. Aber normalerweise sitzen diese Menschen nicht in den Plenarsälen der Regierungen. Die lungern normalerweise rum in dunklen Ecken und verprügeln Leute, die nicht in ihr Schema passen. So wie es in Amerika den >>"Top Gear" Leuten passiert ist, als sie mit ein paar provozierenden Sprüchen auf ihren >>Wagen durch Alabama gefahren sind. Lebensgefährlich. Meinungsfreiheit? Steht irgendwo, ja. Brauchen wir uns nicht mehr drum zu kümmern.

Was schlimmer ist: wir sind verantwortlich dafür. Das hier ist unsere Generation. Das ist unsere Welt. Wir lassen zu, wie sie gerade die Werte unserer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und noch vier oder fünf Generationen davor verbrennen. Auf dem Scheiterhaufen der politischen Mode und der Ignoranz. Und wir sehen mal wieder schweigend zu, wie das passiert.

Es muss nicht gleich zu den großen Massenmördern des 20ten Jahrhunderts führen. Ich denke, die Zeit der wahnsinnigen Volksverhetzer ist Geschichte. Deshalb sind wir vor dem Ungeist dieser Zeit aber nicht sicher. Der Ungeist, der das Menschenleben unter Idiologien oder praktische Erwägungen stellt. Das ist Zynismus, das ist der Geist des Schreibtischtäters.

Wählt die Schreibtischmörder und -folterer ab. PermaLink

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